Mitarbeiterführung durch Partizipation

Steigender wirtschaftlicher Druck im Gesundheitssystem ist seit geraumer Zeit eine tägliche Herausforderung für Krankenhäuser. Bei stetig steigenden Patientenzahlen und kürzeren Verweildauern verschärfen der demografische Wandel, der fast die Hälfte der Pflegekräfte und einen Großteil der Ärzte trifft, und der mittlerweile drastisch spürbare Fachkräftemangel zusätzlich die Lage. Hinzu kommt ein verändertes Bedürfnis der jungen Generation, die Balance zwischen Job, Familie und Freizeit hinzukriegen. Die Führung einer Einrichtung muss sich diesen Herausforderungen stellen und sich fragen, wie kann das Krankenhaus neue Mitarbeiter gewinnen, wie kann es im harten Wettbewerb um zukünftige Mitarbeiter als Arbeitgeber attraktiv wirken? Doch nicht nur neue Mitarbeiter wollen gewonnen, sondern auch gut eingearbeitete, qualifizierte Kollegen gehalten werden. Für diese ist es wichtig, Unterstützung anzubieten, mit den psychischen und physischen Belastungen im Berufsalltag besser umgehen zu können. Auch müssen sich Arbeitgeber Gedanken dazu machen, wie Arbeitsprozesse strukturiert und organisiert werden können, um den Anforderungen des Gesundheitssystems zu entsprechen, zugleich aber human zu sein?

Am Anfang aller Überlegungen steht das Erheben eines Status Quo, das Erlangen des Wissens darüber, wie es um die Unternehmenskultur steht. Wurden Anfang des Jahrtausends Mitarbeiterbefragungen noch als „Kosmetik“ und „Zeitverschwendung“ belächelt, gehören Sie heute als ein wichtiger Baustein ins Repertoire der Personaler. Die Erkenntnisse aus solchen Befragungen markieren den Startpunkt für mögliche Maßnahmen, die die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen, mit der Führung und der Unternehmenskultur herstellen bzw. steigern sollen.

Welche Faktoren beeinflussen die Mitarbeiterzufriedenheit in Krankenhäusern?
Das renommierte Picker Institut untersucht im Auftrag von Krankenhäusern die Zufriedenheit der Beschäftigten und analysiert regelmäßig die aggregierten Daten. Den Analysen des Institutes zufolge gestalten sich die Einflussfaktoren, die eine gute Mitarbeitererfahrung begründen, unterschiedlich, abhängig von der jeweiligen Berufsgruppe. Während für die Ärzte das Verhältnis zu den direkten Vorgesetzten (22%), das Verhältnis zu direkten Kollegen (14%), die Führungs- und Unternehmenskultur (13%) den größten Einfluss auf ihre Arbeitszufriedenheit hatten, sahen die Pflegekräfte die Führungs- und Unternehmenskultur (17%), die Arbeitsbelastung (16%), die Bedingungen der Patientenversorgung (13%) sowie das Verhältnis zu direkten Vorgesetzten (12%) als wichtigste Einflussgrößen an.

Faktoren der Mitarbeiterzufriedenheit

Faktoren der Mitarbeiterzufriedenheit, Quelle: Picker Report 2013

Gemäß Picker Report 2013 gibt es auch bei der erlebten Arbeitssituation und den Verbesserungsbedarfen berufsgruppenspezifische Unterschiede.
Wichtigste Verbesserungspotentiale in % (Pflege/Ärzte):

  • Arbeitsbelastung (49/57)
  • Führungs- und Unternehmenskultur (48/50)
  • Personalqualifizierung (47/54)
  • Bedingungen der Patientenversorgung (46/39)
  • Verhältnis zu direkten Vorgesetzten (36/38)

Während bei den obigen Faktoren hohe Problemhäufigkeiten gemessen wurden, scheint der zwischenmenschliche Umgang (17/13) und das Verhältnis zu direkten Kollegen (19/18) bei beiden Berufsgruppen zu funktionieren.

Mitarbeiterpartizipation – positive Erfahrungen

Organisatorische und strukturelle Veränderungen, die z.B. im Rahmen von Neu- und Umbaumaßnahmen oder aus anderen Gründen erfolgen, vollziehen sich nicht unbemerkt. Jede Veränderung, alles Neue ist den Menschen zunächst fremd und wird häufig als Quelle von Angst und Unsicherheit identifiziert. Nicht selten werden Change Prozesse, insbesondere von langjährigen Mitarbeitern, nur zögernd angenommen oder gar bekämpft. Einrichtungen, die einen partizipativen Führungsstil pflegen, berichten seltener über Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Veränderungsmaßnahmen. Bei neu eingeführten oder veränderten Prozessen sollten die Mitarbeiter der jeweiligen Bereiche sowie deren Schnittstellen systematisch in die Veränderungsmaßnahmen mit einbezogen werden, von der Planungsphase bis zur Evaluation. So können sie sich mit ihrer Expertise der Arbeitsorganisation einbringen, eine aktive Rolle im Veränderungsprozess einnehmen und größere Zufriedenheit aus optimierten Arbeitsabläufen schöpfen. So empfinden sie die Veränderungen nicht als fremdverordnet, sondern als selbstbestimmt und tragen sie deshalb mit.

Fazit

Die konsequente Einbindung der Mitarbeiter von Beginn an entscheidet über Erfolg oder Misserfolg von Maßnahmen. Ein weiterer zentraler Baustein im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung der Unternehmenskultur sind verlässliche Daten zur Arbeitssituation aus Mitarbeiterperspektive. Hierbei kann die gute Zusammenarbeit, etwa mit der Arbeitnehmervertretung, zu einer hohen Akzeptanz und größerer Bereitschaft zur Mitwirkung bei der Erhebung der Daten sowie Umsetzung von Maßnahmen führen. Eine zeitnahe und strukturierte Kommunikation zwischen den relevanten Schnittstellen sowie die regelmäßige Information aller Mitarbeiter sind kritische Erfolgsfaktoren, deren Bedeutung von der Führung nicht unterschätzt werden darf, denn Kommunikation ist zwar nicht alles, aber ohne gute und zielgruppengerechte Kommunikation ist alles nichts.
Last but not least: Wertschätzender Umgang und Respekt sind elementare soziale Bedürfnisse, die Zufriedenheit erst ermöglichen. Erfolgreiche Führungskräfte wissen um die Bedeutung von soften Loyalitätsfaktoren und richten ihren Führungsstil daran aus.

Beitragsbild: rawpixel.com per Pexels

Cloud

Cloud Computing im Gesundheitswesen – Ist die Angst vor Datenklau berechtigt?

Beitrag von Frank Bergs im Blog von medical-universe.net:

Um im heutigen Wettbewerb erfolgreich zu sein und den ständig veränderten Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht zu werden, müssen sich Kliniken und Gesundheitsdienstleister von den Einschränkungen herkömmlicher IT-Infrastrukturen befreien. Häufig rechnet es sich einfach nicht mehr, eine eigene IT-Infrastruktur zu verwalten und zu warten.

Die Nutzung einer IaaS-Struktur (Infrastructure as a Service Struktur) als elastisches Servicemodell mit nutzungbasierter Abrechnung kann nicht nur Kosten senken, sondern auch dafür sorgen, dass sich vorhandenes Personal um das eigentlicher Kerngeschäft und den reibungslosen Betrieb der Klinikinformationssysteme kümmern kann.

Weiterlesen auf medical-universe.net:
https://medical-universe.net/blog/cloud-computing-im-gesundheitswesen-ist-die-angst-vor-datenklau-berechtigt

Aktueller Beitrag dazu auf heise.de: „Unternehmensdaten sicher in der Cloud verarbeiten – aber wie vorgehen?“ mit Details in der iX 3/2018
https://www.heise.de/ix/meldung/Unternehmensdaten-sicher-in-der-Cloud-verarbeiten-aber-wie-vorgehen-3975781.html

Patientenorientierung Header

Patientenorientierung – Ein gutes Vorbild

Zwischen Weihnachten und Neujahr zeigte das öffentliche Fernsehen ARD die Verfilmung des Romans Der Medicus. Obwohl im Genre als Abenteuerfilm ausgewiesen, war dieser gleichermaßen auch ein Dokumentarfilm, erzählte er doch eingebettet in spannende Handlung die Geschichte der Entstehung der Heilkunst, die nicht auf Zauberei gründet, sondern erstmals auf anatomischen Erkenntnissen beruht.

Ein gutes Vorbild

Der große persische Arzt und Wissenschaftler, Avicenna, der im Mittelalter die Entwicklung der heutigen modernen Medizin maßgeblich prägte, hat als erster systematisch Medizinstudenten ausgebildet und dabei nicht nur das Handwerk des Heilens vermittelt sondern das Fundament einer respektgetragenen, empathischen Patientenbetreuung gelegt. Er lehrte seine Studenten, dass der Medicus sich nicht der Heilung der Krankheit, vielmehr der Heilung des Patienten widmen muss. Zum respektvollen Umgang durch den Meister angeleitet und mit bescheidenen Mitteln ausgestattet, baten diese ihre Patienten um Erlaubnis, wenn sie sie behandeln wollten. Die Frage drängt sich auf: erfahren Patienten heute den gleichen Respekt vom medizinischen Personal, wenn sie sich ihnen anvertrauen?

Entwicklung mit Folgen

Ab dem 19. Jahrhundert verbesserten sich die diagnostischen Möglichkeiten rasant. Aus Heilern wurden Wissenschaftler. Ihre „Heilkunst“ wurde durch die Apparatemedizin noch weiter gesteigert. Die Arzt-Patienten-Beziehung wurde maßgeblich durch das Bild der „Götter in Weiß“ geprägt. Die menschliche Qualität des Behandlungsprozesses trat hinter den wachsenden medizinischen Möglichkeiten zunehmend in den Hintergrund und der Qualitätsbegriff erfuhr eine neue Definition.

Stand der Wissenschaft

Weltweit sind sich Experten einig, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung hochwertig sein muss, stetig verbessert werden muss und zu den „erwünschten Ergebnissen“ führen soll. Was mit „erwünschten Ergebnissen“ gemeint ist, was Qualität beinhaltet, und vor allem, woran sie gemessen wird, darüber sind sich die Akteure hierzulande jedoch nicht einig. So verwundert es nicht, dass die Patientenstimme längst nicht in allen Qualitätsdefinitionen vorkommt und immer noch bestenfalls als Marketingeffekt Berücksichtigung findet.
In der OECD Qualitätsdefinition, in der der Patient bereits explizit erwähnt wird, wird der Qualitätsbegriff im Hinblick auf die Faktoren konkretisiert, die für die Leistungsfähigkeit eines Gesundheitssystems ausschlaggebend sind. Diese werden in den Kerndimensionen Effektivität, Sicherheit und Patientenzentrierung zusammengefasst.
Nun stellt die Forderung nach Patientenzentrierung nicht automatisch sicher, dass die Bedürfnisse, Wünsche und Erfahrungen, die Patienten mit der Betreuung und Versorgung machen, in die Qualitätsmessung einfließen. Warum aber sollte sich die Patientenerfahrung als Säule der Versorgungsqualität unbedingt in der Qualitätsdefinition niederschlagen?

Was können wir von Patienten lernen?

Zu allererst ist gute Patientenerfahrung ein Wert in sich. Das Recht auf eine menschliche, zugewandte, empathische Betreuung ist ein fundamentales Recht, das keiner weiteren Rechtfertigung bedarf. Es stellt die ethisch-moralische Dimension der so oft zitierten Patientenorientierung dar.

Wen diese ethisch-moralische Begründung zur Integration der Patientenperspektive als Säule der Versorgungsqualität nicht überzeugt, wird an dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand dennoch nicht vorbeikommen. Der Zusammenhang zwischen einer guten Patientenerfahrung und klinischen Outcomes, Behandlungsnutzen und Patientensicherheit ist inzwischen vielfach belegt. Damit haben gemessene Patientenerfahrungen auch eine ökonomische Nützlichkeitsdimension.

Doyle und Kollegen (2013) haben diesen Erkenntnisstand in einer Übersicht sehr gut zusammengefasst. In dieser Arbeit sind die Ergebnisse aus 55 Studien zum positiven Zusammenhang von Patientenerfahrung, klinischer Wirksamkeit und Sicherheit zusammengetragen. Die Ergebnisse zeigen eindeutige Parallelen zwischen subjektiven Erfahrungsberichten zur Versorgung und objektiven Outcomes wie Mortalität, Infektionen, medizinischen Fehlern sowie der Adhärenz der Patienten oder der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Um diese positiven Wechselwirkungen nutzen zu können, ist die Perspektive der Patienten zwingend in die Evaluation von Versorgungsqualität zu integrieren und zwar weit über die geplante Einbindung der so genannten patientenrelevanten Outcomes (patient reported outcomes, PRO) hinaus. Während letztere auf Lebensqualität und subjektiv erlebten Gesundheitszustand fokussieren und nur selektive Patientenpopulationen erfassen, liefern Patientenerfahrungen wichtige Informationen über die für eine gute Versorgungsqualität zentralen Themen Kommunikation und Interaktion.

Fazit

Trotz der unaufhaltsamen Ökonomisierung des deutschen Gesundheitssystems wäre es falsch, Kliniken und Ärzten generell zu unterstellen, sie seien ausschließlich am finanziellen Gewinn interessiert und hätten nicht die bestmögliche medizinische Behandlung und Heilung im Blick. Das traditionelle Berufsverständnis der Ärzte fokussiert jedoch die Krankheit und nicht den Patienten. In einer solchen Betrachtungsweise bedeutet die Heilung der Krankheit bereits Erfolg, somit also eine Patientenorientierung. Doch, einen authentischen Aufschluss über das Ausmaß von Patientenorientierung kann uns nur der Patient selbst geben. Systematisch und standardisiert über die Einbindung der Patientenerfahrung in die Qualitätsmessung. Andere Länder sind uns weit voraus; im britischen NHS Outcomes Framework 2014/15, in dem festgelegt ist, anhand welcher Dimensionen Qualität in der Gesundheitsversorgung zu messen ist, findet sich neben der Effektivität und der Sicherheit der Behandlung die Patientenerfahrung als explizites den anderen gleichwertiges Kriterium. Nur eine Gesundheitsversorgung, die neben der Wirksamkeit und der Vermeidung von Schäden für den Patienten auch eine positive Patientenerfahrung sicherstellt („Ensuring people have a positive experience of care“), wird als gute Versorgungsqualität akzeptiert.

Davon sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Das Vorhaben des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss), Qualität als Steuerungskriterium der Gesundheitsversorgung zu verankern, bietet aber die große Chance, den Patienten tatsächlich in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems zu stellen und seiner Erfahrung eine Stimme zu verleihen. Wer es mit der Ausrichtung der Gesundheitsversorgung auf den Patienten wirklich ernst meint, für den ist die Integration der Patientenperspektive in die Qualitätsmessung Pflicht.

Ohne sich deshalb zurück ins Mittelalter wünschen zu wollen, könnte uns dabei Avicenna ein gutes Vorbild sein.

[Beitragsbild von Fotolioa mit Rechteübertragung von Picker Institut Deutschland gGmbH]

Führung im digitalen Umfeld

Liebe Leserinnen und Leser, wir alle spüren den Wandel in unserem Umfeld. Durch die Digitalisierung verändert sich unser tägliches Leben, geschäftlich als auch privat. Nicht nur der Umgang mit den neuen elektronischen Medien, auch der Umgang mit Ihren Mitarbeitern wird durch die digitalen Möglichkeiten beeinflusst.

Noch begegnet man in vielen Unternehmen einem alten Führungsverständnis. „Konservative“ Arbeitnehmer glauben an die Hierarchie und unterwerfen sich dieser teilweise unreflektiert. Sie sind pflichtbewusst und hierarchiehörig. Für Fleiß und Gehorsam erwarten sie Belohnung.
Die Mitarbeiter, die mit den digitalen Techniken aufgewachsen sind, die mit dem Smartphone einkaufen und das Internet mit allen technischen Möglichkeiten als Selbstverständlichkeit erleben, diese Mitarbeiter verlangen eine teamorientierte, hierarchiearme Zusammenarbeit. Denn sie verstehen deutlich mehr von Teamarbeit als jemand, der durch die harte Schule der hierarchiegeprägten Unternehmen gehen musste. Sie lassen sich nichts befehlen, sondern wollen verstehen, angemessen beteiligt werden, nach ihrer Meinung und Einschätzung gefragt werden.

Diese Personen gewinnen für Ihr Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Sie werden in Zukunft zum strategischen Erfolgsfaktor oder zum größten Personalengpass, wenn der Personalbedarf nicht mehr gedeckt werden kann.

Mit starren Hierarchien und Chefgehabe lassen sich diese Mitarbeiter nicht gewinnen.
Diese „neue“ Generation von Mitarbeitern sehen die Arbeitswelt mit anderen Augen. Arbeiten ist tatsächlich nur das halbe Leben. Neben dem Gehalt spielen u.a. die Familienvereinbarkeit und flexible Arbeitszeiten eine große Rolle. Die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten wird selbstverständlich erwartet und damit das Vertrauen des Arbeitgebers, dass die Arbeit auch von zu Hause gewissenhaft und schnell erledigt wird.

Werden diese Möglichkeiten nicht erfüllt, wird es schwerer Mitarbeiter zu gewinnen. Beziehungsweise werden diese Mitarbeiter Ihr Unternehmen wieder verlassen. Da im Besonderen die Industrie solche Mitarbeiter sucht, haben sie auch keine Angst vor Arbeitslosigkeit. Vielmehr werden sie ihre Meinung über Ihr Unternehmen in sozialen Netzwerken kommunizieren.

Nun wurde Rom auch nicht an einem Tag erbaut, doch ist es Zeit sich mit diesen Gegebenheiten auseinander zu setzen. Berücksichtigen Sie die veränderten Erwartungshaltungen neu einzustellenden Personals bzw. ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern sich weiter zu bilden, um die neuen Medien effektiv zu nutzen. Überprüfen Sie das Erscheinungsbild Ihres Unternehmens im Internet.

  • Ist es attraktiv ?
  • Motiviert es, sich bei Ihnen zu bewerben ?

Wie Sie wissen, sind wir im sozialen Zirkel ehemalige Führungskräfte, die zum Teil genau diese Entwicklung bereits selbst erlebt haben. Fragen Sie uns zu unseren Erfahrungen.
Auf unserer Internetseite finden Sie weitere Hinweise zum digitalen Verständnis.

Bildquelle: Fotolia 74159397 Nmedia (Lizenz Gerhard Tieman)

Der Soziale Zirkel e. V. - Vorstand

Führung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Führung ist ein sehr breit gefächertes Thema. Die Menschenführung vollzieht sich vor dem Hintergrund verschiedener gesellschaftlicher Kontexte wie Familie, Schule, Hochschule, Politik, Wirtschaft, Militär und Sport innerhalb oder außerhalb einer Institution oder Organisation.

Wir sprechen bzw. schreiben heute über die Führung in Organisationen.

Unser Verständnis von Führung

Menschenführung umfasst alle Maßnahmen von Vorgesetzten, die auf die Kooperation, Koordination und Kommunikation aller Angehörigen einer Organisation einwirken. In der humanen Ethik ist sie der begründete Versuch, durch eine Führungskraft steuernd und richtungweisend auf eigenes und fremdes Handeln mit geeigneten Führungstechniken einzuwirken, um eine Vorstellung von den Führungszielen zu verwirklichen. Führung ist eine Methode, „geführte“ Menschen für die gesetzten Ziele zu motivieren und auf den Weg der Erfüllung der Ziele mitzunehmen, für den gemeinsamen Erfolg. Der Führungsprozess ist eine „ständige Begleitung“.

„In der modernen Industriegesellschaft steht insbesondere das Leitungsprinzip einer Organisation im Vordergrund. Es stellt die Person des Leiters als eines Wissen, Auftrag und Motivation vermittelnden Mitglieds einer Gruppe mit definierter Entscheidungsgewalt vor. Je nach intellektueller und sozialer Kompetenz der Leitungspersonen verändert sich die herausgehobene Stellung im Selbstverständnis des Leiters oder auch im Verständnis der als „Gruppe“ oder „Personal“ Geführten von der Leitungsperson zur Führungskraft.

Insbesondere in der konsequenten Anwendung einer humanen Ethik besitzt die Führungsaufgabe ein besonderes Gewicht. Nicht allein die sachbezogene Leitung einer Gruppe und ihrer Maximen des Handelns, sondern eine vorbildliche Führung der Leitungsperson selbst und die Führung der von ihr geleiteten Menschen nach ethischen Leitlinien begründet die Menschenführung.

Daraus gewinnt der die Menschen Führende eine Legitimation, welche konsequent führendes Einwirken auf das Handeln der Gruppenmitglieder im Sinne einer ethischen Norm nicht nur toleriert, sondern aufgrund der ethischen Autorität eben autorisiert. Menschenführung bedeutet in diesem Zusammenhang auch Leitung, Macht und Vorbildfunktion.“  Quelle: Wikipedia-Artikel über Menschenführung in der Fassung vom 11.09.2017)

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IT-Sicherheit in der digitalen Transformation

IT-Sicherheit bezeichnet die Sicherheit von technischen Systemen. IT oder auch ITK-Systeme sind Teil der technischen Systeme. Dies sind u.a. Ihre „Datenverarbeitung“, Rechnerräume, Server, die PC‘s , Tablet PC‘s und auch die benutzten Smartphones Ihrer Mitarbeiter, soweit sie in Verbindung mit Ihren Organisationen stehen. Darüber hinaus Ihre Telefonanlagen. Diese haben Verbindungen zu Ihrer Datenverarbeitung und benutzen zum Teil das gleiche Netzwerk.

Zu den Aufgaben der IT-Sicherheit gehört der Schutz von Organisationen und deren Werte gegen Bedrohungen. Gleichzeitig soll wirtschaftlicher Schaden verhindert werden.

Netzwerksicherheit umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Ausführung und Überwachung der Sicherheit in Netzwerken. Diese Maßnahmen sind keinesfalls nur technischer Natur, sondern beziehen sich auch auf die Organisation.
Z. B. Richtlinien, in denen geregelt wird,

  • was die Betreiber des Netzwerkes dürfen sollen,
  • welche Berechtigungen Ihre Mitarbeiter für die Nutzung des Netzwerkes haben,
  • den Betrieb, wie kann ich Sicherheit im Netzwerk in der Praxis anwenden, ohne
    gleichzeitig den Ablauf des Betriebs zu stören, und schließlich auch auf das Recht,
  • welche Maßnahmen dürfen eingesetzt werden ?

Die genannten Hinweise sind zu beachten und gehören in der heutigen Zeit
nicht delegiert!
Vielmehr gehören sie in der Hand der Leitung eines Unternehmens.
Denn die Daten sind das wertvollste, was Sie in Ihrem Unternehmen besitzen.
Mitarbeiterdaten, Kunden-/ Patientendaten, Liegenschaften, Werteentwicklungen, etc. in den falschen Händen können großen Schaden verursachen. Und trotzdem können Sie sich den rasant entwickelnden Fortschritten in der ITK Technologien nicht entziehen.

Schlagworte wie, Cloudcomputing (IT Betrieb aus der Wolke), Big Data sind nicht mehr weg zu denken und werden aus ökonomischen aber auch als sicherheitsrelevanten Aspekten Einzug in alle Unternehmen halten.

Wenn an zentralen Stellen (z.B. Regionen weit oder Bundes weit) die Sprach-und  Datenkommunikation betrieben wird, werden die Kompetenzen für die Sprach-Datenkommunikation gebündelt. Dies spart Ressourcen, die an andere Stelle genutzt werden können und bündelt Know How, dass Sie brauchen um Ihre Daten zu sichern.

Anhand von 2 Schaubildern möchte ich Ihnen die rasante Entwicklung der  Sprach-/Datenkommunikation der letzten Jahre aufzeigen. Das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Sprach-/und Datendienste zeigt auf, welche Angriffsflächen geboten werden die zu schützen sind, um unerlaubtes Eindringen in Ihre internen Prozesse zu verhindern.

(Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.)

Grafik: fundamentaler Umbruch bei Kommunikationsdiensten

Sicherheitsaspekte von Anwendungen, Dienstleistungen und Infrastrukturanbietern

Auf der anhängenden Website des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) bekommen Sie einen Überblick, was die Bundesregierung zum Thema IT-Sicherheit tut.

https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Broschueren/IT-Sicherheitsgesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Auch in unserem letzten Beitrag zur „Digitalen Transformation“ können wir die anstehenden Aufgaben die auf Sie zukommen nur anreißen.

Die Themenvielfalt, die unterschiedlichen Anforderungen und die unterschiedlichen Tätigkeiten der Mitarbeiter machen es notwendig individuelle Lösungen zu schaffen. Sprechen Sie uns an!

Wir wollen Ihnen mit „Rat und Tat“ zur Seite stehen, damit Sie den Schritt in die Digitale  Transformation sicher für Ihr Unternehmen und vor allen Dingen verträglich für Ihre Mitarbeiter  und Kunden machen können.

Autor: Peter Zemke

[Header Bild: Fotolia #74159397, Urheber: Nmedia, Lizenz: Autor Gerhard Tiemann]

Anwendungen im Gesundheits- und Pflegebereich

Im letzten Aufsatz aus der Reihe Digitale Transformation sprachen wir über: die Mehrwerte, die eine IP-Kommunikation bieten kann.

Heute sprechen wir über konkrete Anwendungen. Ein Wort vorweg:

Sie haben sicherlich in der letzten Zeit das Schlagwort UCC (Unified Communication and Collaboration ) gehört. Was ist das ?

Die Zielsetzung von Unified Communication and Collaboration (UCC) ist die Vereinheitlichung  der Kommunikation und Information. Sie soll zu jeder Zeit und von jedem Ort aus den  uneingeschränkten Zugriff auf Geräte und Informationen und die Kommunikation zwischen Kommunikationspartnern ermöglichen und das Zusammenführen von Daten und Sprache, von IT-Technologie und Internettelefonie oder Mobilkommunikation unterstützen.

Es gibt eine Menge von Beispielen in denen wir die Vorteile von Sprach- und  Datenkommunikation aufzeigen können.  Einer der wichtigsten Punkte ist dabei die Standardisierung.

Standardisierte Software

Wenn Sie Investitionen in neue ITK Produkte – sprich Software – tätigen, sollten diese standardisiert sein.  Was bedeutet das ?

In der Regel sind vorhandene Anwendungen eigne bzw. angepasste (proprietäre ) Software die auf Prozesse im Unternehmen angepasst worden. Das hat sicherlich in der Vergangenheit die Abläufe im Unternehmen vereinfacht und auch beschleunigt. Allerdings waren auch die äußeren Einflüsse auf Ihre Unternehmens internen Abläufe so gut wie nicht vorhanden. Es war nicht nötig, elektronische Schnittstellen zu Ihren Geschäftspartnern / Lieferanten / Kunden zu haben.

Dies hat sich grundlegend geändert

Heute haben Sie in Ihrem Unternehmen unterschiedlichste Softwaren im Einsatz, dies können sein:

  • Personalsoftware,
  • Kommunikationssoftware,
  • Finanzsoftware,
  • Verwaltungssoftware, etc.

All diese Anwendungen haben bzw. bekommen standardisierte Schnittstellen und werden über das Internet betrieben, besitzen also sogenannte Browser-optimierte Oberflächen.

Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Schnittstellen standardisiert sind.

Ein prozessualer Wandel in Ihrem Unternehmen.

Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeiter werden diese standardisierten Abläufe erst lernen „müssen“. Anfangs werden die Prozesse / Arbeitsabläufe langsamer. Mehraufwand entsteht, Diskussionen und Ärger mit den Mitarbeitern kommen auf Sie zu.

Auf der anderen Seite sparen Sie Aufwände für die Betreuung proprietäre Software. Sie sparen an verschiedenen Stellen, die u.a. sind:

  • Aufwände für die Betreuung proprietäre Software.
  • Änderungen / Verbesserungen der Software wird vom Hersteller bereitgestellt.
  • Die Betreuung für Ihre ITK-Anwendungen können an Dienstleister ausgelagert werden.
  • Sie behalten die Prozesshoheit, die Betreuung der Werkzeuge ( Hard-/ Software ) machen ITK–Spezialisten.

Das Wichtigste ist, dass Ihre Schnittstellen standardisiert sind und sie die Vorteile der „IP Welt“ intern wie extern zum Nutzen des Unternehmens einsetzen können.

Einige Beispiele die standardisierte Schnittstellen bieten:

Dies waren einige Beispiele, die Ihnen aufzeigen welche Möglichkeiten standardisierte Software bietet. Natürlich gibt es eine Vielzahl von weiteren Anwendungen die Ihnen die  Geschäftsprozesse und damit die internen wie externen Abläufe vereinfacht.

Bei Fragen dazu freut sicher der Vorstand des Sozialen Zirkels über eine Rückmeldung.

Fehlt uns noch ein wesentlicher Punkt in der digitalen Transformation. Das ist die Sicherheit. Worauf Sie zu achten haben, erläutern wir in einem der nächsten Beiträge.

Digitale Transformation Bergs

Digitalisierung im Gesundheits- und Sozialwesen

Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die Digitalisierung für Einrichtungen des Gesundheits-und Sozialwesens?

Das die Digitalisierung im Gesundheits- und Sozialwesen voranschreitet ist unstrittig. Die Frage ist nur, wie sind Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Sozialträger auf diese Thematik strategisch vorbereitet?

In einer Umfrage von Rochus Mummert Healthcare Consulting wurden mehr als 300 Führungskräfte an deutschen Krankenhäusern zu den Auswirkungen der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft befragt. So erwarten etwa 49% der Befragten, dass sich durch die Digitalisierung in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine starke bis sehr starke Veränderung in den Arbeitsabläufen ergeben wird.

Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nicht neu. So sind klinische Informationssysteme wie KIS, RIS, PACS, die klassische Patientenverwaltung und die elektronische Leistungsabrechnung nach DRG seit vielen Jahren Standard in deutschen Klinken. Neu ist aber, dass die digitale Verzahnung dieser System über die klassischen Krankenhausgrenzen hinweg vom Gesetzgeber, sowie den Institutionen des Gesundheitswesen gefordert wird.

In der Umfrage durch Rochus Mummert wurde zudem deutlich, dass erst 28 % der deutschen Krankenhäuser eine umfassende IT-Strategie besitzen, wie sie den Herausforderungen der digitalen Transformation begegnen können.

Hierzu gehört auch eine IT-Sicherheitsstrategie. Schmerzlich mussten einige Gesundheitseinrichtungen erfahren, dass sie vor Angriffen auf die IT-Sicherheit und die IT-Infrastruktur nicht ausreichend vorbereitet waren. Eine bloße Betrachtung der IT-Sicherheit reicht aber auch hier nicht aus: Hier ist die Betrachtung der gesamten Prozesskette der Gesundheitseinrichtung gefragt. Zudem wird die automatisierte Datenübernahme von Medizingeräten in klinische Informationssysteme immer weiter fortschreiten. Die klassischen Grenzen zwischen der Medizintechnik und der EDV-Abteilung werden es nicht mehr geben.
So bleibt wie bei vielen Themen die Frage: „Ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen Fluch oder Segen?“ Strategisch gut aufgestellte Akteure werden eher letzteres behaupten. Aber es gilt, hier nicht den Zug der Zeit zu verpassen, frühzeitig in eine Langfristplanung einer IT-Strategie einzusteigen und dabei alle Partner und Akteure des medizinischen und sozialen Sektors mitzunehmen.

Autor: Frank Bergs

Digitale Transformation Zemke 2

Mehrwert der IP-Kommunikation

Im letzten Aufsatz sprachen wir über:

Voice over IP der Telekommunikation ist keine Frage ob, sonder eine Frage des wie und wann

Heute  sprechen wir über die Mehrwerte, die eine IP-Kommunikation bieten kann.
Dazu müssen wir unsere Vorstellungen, dass Sprach – und Datendienste zweierlei Dinge sind, „über Bord“ werfen.

Im Zeitalter des Telefonierens über das Internet (Voice over IP oder abgekürzt VoIP) ist die Verbindung zwischen Sprach – und Datendiensten möglich. Dadurch werden Arbeitsabläufe verbessert und beschleunigt. Daher sprechen wir auch über ITK Dienste (Informations- und Telekommunikationsdienste).

Sie kennen sicherlich die Möglichkeit, dass bei einem ankommenden Telefonanruf auch der Name des Anrufers ( wenn von beiden Seiten gewünscht ) im Display angezeigt wird. Das ist sicherlich eine einfache Anwendung; sie zeigt jedoch auf, welche Möglichkeiten sich durch eine Verbindung zwischen IT und TK ergeben.
Den Telefonnummern werden Namen zugeordnet.

So können z.B. Anrufer in einer Behörde durch die Telefonnummer identifiziert werden und bei der angerufenen Person erscheint am PC, Name und Adresse des Anrufers.
Dieses ermöglicht die Zuordnung zu Sachbearbeitern; offene Anfragen können weiterbearbeitet werden.
Stichwort: Bürgertelefon.

Es können weitere Informationen über die Erreichbarkeit von Personen hinterlegt werden.  Z.B.  „Erreichbarkeit nur über Mobiltelefon“ oder „zur Zeit nicht erreichbar“.
Video Verbindungen, ähnlich wie Skyp oder Facetime, können allerdings deutlich sicherer intern bzw. zwischen Standorten geführt werden.
Datenaustausch zwischen  Personen, die gerade miteinander telefonieren, können über die gleiche Verbindung von PC zu PC erfolgen. Man kann zusammen an Manuskripten arbeiten.

Konferenzen mit mehreren Personen sind möglich.
Sogenanntes Teamworking per Telefon und PC  sind bereits heute in der Industrie nicht mehr wegzudenken. Das Bündeln von Kompetenzen über solche Kommunikationsbrücken fällt leichter, Reisen werden eingeschränkt, Zeit eingespart.

In Krankenhäusern können Patienten schon bei der Aufnahme Zimmernummer, Telefonnummer als auch ein Konto für das Entertainment zugeordnet werden. Über sogenannte KIS Schnittstellen ( Krankenhausinformationssysteme ) können die individuellen Informationen des Patienten hinterlegt werden und der Personenkreis der Zugriff darauf haben darf.

Den Notrufeinrichtungen in Krankenhäuser als auch in Kranken-und Pflegeeinrichtungen können Personen hinterlegt werden, die benachrichtigt werden sollen.
In den Verwaltungen der Kirche können die Pfarrämter und die amtlich als auch die ehrenamtlich Tätigen zentral in Rechenzentren verwaltet werden (z. T. schon realisiert) dies jedoch für Sprache und Daten.

Eine Vielzahl an Möglichkeiten, die ich nur rudimentär aufzeigen kann.
Es zeigt Ihnen einerseits auf, welche Möglichkeiten die Informations- und Telekommunikationstechnologien bietet, andererseits die Notwendigkeit, Menschen die mit diesen Technologien tag täglich umgehen, erst an die neuen Medien heranzubringen.
Daher ist das Einbinden des Personals  essentiell.
Das Mitarbeiten und das Gestalten Ihrer Mitarbeiter an den neuen Arbeitsabläufen, die durch die neuen Technologien notwendig sind, ist ein Erfolgsgarant.

Bitte denken Sie daran, Technologien jeder Art sind Werkzeuge die unser Handeln, unsere Prozesse erleichtern soll !

In den nächsten Ausgaben werden wir über konkrete Anwendungen als auch über die Sicherheit der Sprach- und Datennetze sprechen.

Autor: Peter Zemke

Digitale Transformation Beitrag Zemke 1

Digitalisierung der Telekommunikation: nicht ob, sondern wie und wann!

Die Digitalisierung, Voice over IP der Telekommunikation ist keine Frage ob, sondern eine Frage des wie und wann !

Fast alle in Deutschland tätigen Carrier ( z.B. Deutsche Telekom, Vodafon, 1und 1, etc.  ) bieten ihren Kunden Sprachkommunikationsdienste auf Basis der Voice over IP ( VoIP ) Standards an.
Analoge bzw. ISDN Sprachdienste werden nur noch von wenigen Carriern angeboten.

Diese Dienste verschwinden mittelfristig vom Markt.

Warum wird die Kommunikation auf VoIP umgestellt ?

  • der Betrieb des Sprachdienstes ist kostengünstiger
  • das Leistungsspektrum erhöht sich

Was ist Digitalisierung (VoIP ) in der Telekommunikation ?

Bisher gab es analoge Telefonanschlüsse, bei denen die Sprache  über eine Leitung
übertragen wurde. Der Nutzer kann dabei analoge Endgeräte oder Kommunikationssysteme anschließen und verfügt über eine Leitung
mit jeweils einer Rufnummer.

Beim ISDN-Anschluß erfolgt die Übertragung bereits digital. Der Nutzer besitzt dann eine Leitung mit 2 Basiskanälen und mehreren Rufnummern.

Beim VoIP-Anschluß erfolgt die Übertragung ebenfalls digital. Allerdings nicht wie bei
ISDN in einem eigenen Frequenzspektrum auf der Leitung, sondern über die
Bandbreite des geschalteten Anschlusses auf Basis des Internet Protokolls (IP).
Hinsichtlich nutzbarer „Kanäle“ und Rufnummern lassen sich VoIP-Produkte
sehr flexibel gestalten.

Wann erfolgt diese Umstellung ?

Der größte deutsche Anbieter von Telekommunikationsleistungen ist die Deutsche Telekom. Sie plant bis 2018 alle analogen und ISDN Leitungen auf VoIP umzustellen.

Was bedeutet das für die Nutzer von analogen bzw. ISDN Kommunikationssystemen ?

Wird die konventionelle Leitung durch den Carrier gekündigt bzw. abgeschaltet, so müssen die Nutzer ihre Kommunikationssysteme /-netze austauschen bzw. auf VoIP hochrüsten soweit möglich.

Welchen Mehrwert haben die Nutzen von VoIP ?

Wenn weiterhin „nur“ telefoniert werden soll, keinen! Werden jedoch die Möglichkeiten, die sich bieten, genutzt, so können Geschäftsabläufe, also die gesamten internen und externen Arbeitsprozesse verbessert und beschleunigt werden. Wie dieses passieren kann und worauf zu achten ist, beim nächsten Mal mehr.

Autor: Peter Zemke